Tianwa Yang

Tianwa Yangs Lalo-CD erhält "Stern des Monats" in Fono Forum

23.11.2016 , Tianwa Yang

Norbert Hornig führt in der Dezember-Ausgabe des Magazins aus: "Schon die Sarasate-Gesamtaufnahme von Tianwa Yang war eine Liebeserklärung an die Musik Spaniens. Da ist der Weg zur "Symphonie espagnole" von Edouard Lalo nicht weit. Und wieder ist die junge Geigerin ganz in ihrem Element, so als hätte sie das halbe Leben unter südlicher Sonne verbracht. Die Diskographie des Werkes ist stark und prominent besetzt, man denke an den jungen Menuhin, an Heifetz, Kogan oder Vengerov. Tianwa Yang schwingt sich souverän auf in diese Liga, sie spielt mit hinreißendem Elan, einer Energie, die elektrisiert, mit einer Leichtigkeit, die fliegt. Manuelle Probleme scheint sie nicht zu kennen, instinktiv und ungemein fantasievoll erspürt sie den folkloristischen Nerv dieser Musik. Das ist Violinspiel über den Wassern in einer Sphäre völliger gestalterischer Freiheit. Da sitzen die Akzente und Portamenti, da stimmt das Timing, traumhaft schön und so anrührend wirkt das dolce-expressivo-Thema im ersten Satz. Das Scherzando sprüht, das Intermezzo klingt rassig, aus dem Andante spricht Melancholie. Das Finale hebt ab, es federt, tanzt und swingt. Die glasklare Artikulation und Treffsicherheit dieser Geigerin sind einfach phänomenal, ein virtuoses Feuerwerk und ein Raffinement, dass es einem den Atem verschlägt. Tianwa Yangs "Symphonie espagnole" ist die neue Referenz, da mag man Vergleiche anstellen mit wem auch immer. Die Kopplung mit dem selten gespielten "Concierto espanol" des aus Barcelona stammenden Geigers und Komponisten Joan Manén (1883-1971) ist nicht alltäglich aber plausibel. Manén war mit Manuel Quiroga der bedeutendste spanische Violinvirtuose nach Sarasate. Das Fritz Kreisler gewidmete Konzert ist ein dankbares Virtuosenstück mit viel spanischem Flair, Tianwa Yang lebt darin. Das Sinfonieorchester von Barcelona ist in dieser Musik zu Hause, unter Darrell Ang schafft es ein inspirierendes Umfeld für die bravouröse Solistin. Tonmeister Eckhard Glauche setzte Geige und Orchester stimmig in Balance. Eine der herausragenden Violinaufnahmen der letzten Jahre!"