Es zählt zu den bemerkenswerten (wenngleich logischen) Erscheinungen des klassischen Musikbetriebs der letzten Jahre, dass herausragende Künstlerpersönlichkeiten in der öffentlichen Wahrnehmung im Schatten solcher stehen, die das höhere PR-Budget aufbieten. Markus Groh ist deutlich der Kategorie von Musikern zuzurechnen, die nicht mit übertriebenen, teils fragwürdigen PR-Maßnahmen für Furore sorgen: Er zählt zu jenen Vertretern, die in der jüngeren Vergangenheit wirklich Bedeutendes hinterlassen haben, ohne allzu offensiv das mediale Rampenlicht zu suchen. Tiefgründigkeit ist ihm ein Anliegen - und musikalische Inhalte zu transportieren. Diese lassen sich nur bedingt mit Stefan Raab austauschen, so verkaufsförderlich das auch sein mag.
Richtig ist, dass Markus Groh zusammen mit Christian Zacharias und Lars Vogt zu den international erfolgreichsten deutschen Vertretern seines Fachs der letzten 15 Jahre zählt. Oder, wie es SWR-Redakteurin Marlene Weber-Schäfer ausdrückt: "Markus Groh ist einer der wenigen wirklich weltweit anerkannten deutschen Pianisten." So trat er beispielsweise in den USA allein in den letzten drei Saisons u.a. mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Philadelphia Orchestra oder dem National Symphony Orchestra of Washington auf. Und das mit erstaunlichem Erfolg!
In der „New York Times“ war über seine Interpretation des ersten Liszt-Klavierkonzerts mit dem New York Philharmonic Orchestra zu lesen: „The concerto featured the German pianist Markus Groh, a Liszt specialist, in his debut with the orchestra. He, too, was substantial, offering the music’s bravura as well as the sensitivity. This piece does not have to emphasize showmanship, but that emphasis is perhaps inevitable in this particular context; still, there was an underlying cleanness to Mr. Groh’s playing, however flashy.”
Begonnen hat seine Karriere mit einem sensationellen Wettbewerbserfolg: Als erster deutscher Pianist siegte Markus Groh 1995 beim berühmten „Concours Reine Elisabeth“ in Brüssel. In diesem Zusammenhang bezeichnete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sein Klavierspiel als „Symbiose von Furor und Poesie“. Und die „Süddeutsche Zeitung“ stellte wenig später - nach seinem Recital-Debüt im Münchner Herkulessaal - Vergleiche mit dem „Temperament einer Argerich und der ästhetischen Strenge eines Swjatoslaw Richter“ an.
Ein TV-Kurzporträt des Künstlers finden Sie unter http://www.youtube.com/markusgroh.
Vertretung in Europa
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