Vor einigen Jahren unterhielt sich Steven Osborne mit einem Agenten. Sehr ausführlich berichtete er diesem Agenten von Bártoks drittem Klavierkonzert, das er gerade übte. Und das bereitete ihm große Freude, wie man merkte, zumal eine Aufführung des Werks in zwei Wochen anstand. Der Beginn des Stücks: „Unglaublich!“. Der zweite Satz: „Es gibt nichts Schöneres!“ Steven Osborne ging immer mehr ins Detail. Nach ungefähr einer halben Stunde fragte der Agent: „Mit welchem Orchester spielst Du das Stück eigentlich nochmal?“ Schweigen. Rascheln. „Moment, bitte.“ „Warte, ich hab’s gleich.“ „Augenblick.“ Nach weiteren geschätzten 3 Minuten dann doch die Antwort: „Eh, City of Birmingham, Oramo. Gutes Orchester.“ Übrigens überschlugen sich die Kritiker nach der Aufführung mit Lobeshymnen.
Nun beschäftigt sich Steven Osborne gerade genauso intensiv mit Schubert (geplant sind u.a. die Gesamteinspielung der Sonaten sowie Aufführungen des „Schwanengesangs“ mit Dietrich Henschel), Schostakowitsch (u.a. wird er mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne unter Christian Zacharias demnächst beide Konzerte aufführen, und 2006 wurde bei Hyperion die Einspielung der Cellosonate mit ihm und Alban Gerhardt veröffentlicht), Britten (er hat sämtliche Werke für Klavier und Orchester aufgenommen), Tippett (die Gesamteinspielung seiner konzertanten Werke für Klavier und Orchester sowie der vier Klaviersonaten erschien im November 2007) und - mal wieder - mit Messiaen.
Steven Osbornes Einspielung von Messiaens „Vingt Regards“ erschien seiner Zeit auf der "Vierteljahresliste des Deutschen Schallplattenpreises" und erhielt auch international beste Kritiken. Gregor Willmes ("FonoForum", 10/03): “Man kann Osbornes Messiaen-Einspielung getrost neben die von Pierre-Laurent Aimard in die Reihe der Referenzen stellen. Ein so klangfarbenreiches, mal meditativ-tiefgründiges, dann wieder höchst expressives, die Dynamik voll ausreizendes, auf jeden Fall aber rundum beeindruckendes Klavierspiel erlebt man nur selten.” Und weil Osborne eben zusammen mit jenem Aimard zu den herausragenden Interpreten der Klavierwerke Messiaens zählt, hat er in 2008 besonders viel zu tun, denn Messiaen wäre in diesem Jahr 100 geworden: Vorgenommen hat er sich nicht nur die Soloklavierwerke - die "Vingt Regards" spielte er u.a. in der Berliner Philharmonie -, sondern auch das wunderbare „Quatuor Pour La Fin De Temps“, dem er sich zusammen mit Kari Kriikku, Lisa Batiashvili und Alban Gerhardt in zahlreichen europäischen Musikmetropolen widmen wird. Natürlich vernachlässigt er auch die Werke für Klavier und Orchester nicht: Die ausladende „Turangalila-Symphonie“ wird er u.a. mit den Münchner Philharmonikern/Märkl, dem London Symphony Orchestra/Harding, dem City of Birmingham Symphony Orchestra/Volkov, dem Orchestre National de Belgique/Franck, dem Netherlands Philharmonic Orchestra/Kreizberg und dem Bergen Philharmonic Orchestra/Litton spielen! Und ganz besonders freute sich Steven Osborne über die Aufführung der „Trois Petites Liturgies“ in der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Ingo Metzmacher. Gute Orchester.
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Nun beschäftigt sich Steven Osborne gerade genauso intensiv mit Schubert (geplant sind u.a. die Gesamteinspielung der Sonaten sowie Aufführungen des „Schwanengesangs“ mit Dietrich Henschel), Schostakowitsch (u.a. wird er mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne unter Christian Zacharias demnächst beide Konzerte aufführen, und 2006 wurde bei Hyperion die Einspielung der Cellosonate mit ihm und Alban Gerhardt veröffentlicht), Britten (er hat sämtliche Werke für Klavier und Orchester aufgenommen), Tippett (die Gesamteinspielung seiner konzertanten Werke für Klavier und Orchester sowie der vier Klaviersonaten erschien im November 2007) und - mal wieder - mit Messiaen.
Steven Osbornes Einspielung von Messiaens „Vingt Regards“ erschien seiner Zeit auf der "Vierteljahresliste des Deutschen Schallplattenpreises" und erhielt auch international beste Kritiken. Gregor Willmes ("FonoForum", 10/03): “Man kann Osbornes Messiaen-Einspielung getrost neben die von Pierre-Laurent Aimard in die Reihe der Referenzen stellen. Ein so klangfarbenreiches, mal meditativ-tiefgründiges, dann wieder höchst expressives, die Dynamik voll ausreizendes, auf jeden Fall aber rundum beeindruckendes Klavierspiel erlebt man nur selten.” Und weil Osborne eben zusammen mit jenem Aimard zu den herausragenden Interpreten der Klavierwerke Messiaens zählt, hat er in 2008 besonders viel zu tun, denn Messiaen wäre in diesem Jahr 100 geworden: Vorgenommen hat er sich nicht nur die Soloklavierwerke - die "Vingt Regards" spielte er u.a. in der Berliner Philharmonie -, sondern auch das wunderbare „Quatuor Pour La Fin De Temps“, dem er sich zusammen mit Kari Kriikku, Lisa Batiashvili und Alban Gerhardt in zahlreichen europäischen Musikmetropolen widmen wird. Natürlich vernachlässigt er auch die Werke für Klavier und Orchester nicht: Die ausladende „Turangalila-Symphonie“ wird er u.a. mit den Münchner Philharmonikern/Märkl, dem London Symphony Orchestra/Harding, dem City of Birmingham Symphony Orchestra/Volkov, dem Orchestre National de Belgique/Franck, dem Netherlands Philharmonic Orchestra/Kreizberg und dem Bergen Philharmonic Orchestra/Litton spielen! Und ganz besonders freute sich Steven Osborne über die Aufführung der „Trois Petites Liturgies“ in der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Ingo Metzmacher. Gute Orchester.
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