Steven Osborne spielt am 5.10.07 Brittens "Diversions" in Koblenz

"...versiert wie inspiriert": Steven Osborne gastierte beim Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Im Oktober wird Steven Osborne für sein Label "Hyperion" sämtliche Werke für Klavier und Orchester von Benjamin Britten mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra unter Ilan Volkow aufnehmen. Als Vorbereitung dazu dienten ihm schon die insgesamt vier Auftritte in Krefeld und Mönchengladbach: Brittens Klavierkonzert spielte er am 21. August 2007 in Krefeld (Seidenweberhaus), am 22. August in Mönchengladbach (Theater Mönchengladbach), am 23. August wieder in Mönchengladbach (Kaiser-Friedrich-Halle) sowie am 24. August nochmal in Krefeld (Seidenweberhaus). Begleitet wurde er von den Niederrheinischen Sinfonikern unter Chefdirigent Graham Jackson.

Ein weiteres Werk, das auf dem Aufnahme-Plan steht, sind die "Diversions" für Klavier linke Hand und Orchester. Britten widmete es dem Pianisten Paul Wittgenstein, der im Ersten Weltkrieg den rechten Arm verloren hatte. Steven Osborne spielte das Werk am 5. Oktober 2007 in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter Daniel Raiskin. Das Konzert wurde von "DeutschlandRadio Kultur" live übertragen.

Die "Rhein Zeitung" berichtete am 8. Oktober 2007: "Der Abend bietet einen Hingucker: Ein Klavierkonzert, das der Solist nur mit einer Hand spielt, auch noch der linken: Benjamin Britten hat "Diversions" 1940 für den kriegsversehrten Pianisten Paul Wittgenstein geschrieben. Dessen pianistischen Part füllt in Koblenz versiert wie inspiriert Steven Osborne aus. Gewaltige Sprünge, über etliche Oktaven stürzende Läufe - neben Musikalität und Fingerfertigkeit verlangt die Einhändigkeit schier sportiven Körpereinsatz. Britten zwischen wuchtigem Pathos und Seelenverlorenheit: So intensiv wie hier gespielt, erreicht die Klassik des 20. Jahrhunderts auch auf Mozart und Beethoven fixierte Herzen."    
   


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