Arabella Steinbacher

"Sehnsuchtsvoll, souverän, sinnlich": Arabella Steinbacher gastierte in Hamburg

Am 4. Oktober 2007 trat Arabella Steinbacher in der "Laeiszhalle" auf. Auf dem Programm: Piazzollas "Die Jahreszeiten" (in der Bearbeitung von Peter von Wienhardt) sowie Tartinis "Teufelstriller". Sie wurde begleitet vom Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter Ruben Gazarian.

Am 6. Oktober 2007 war im „Hamburger Abendblatt“ darüber zu lesen: „Vor allem die junge Solistin Arabella Steinbacher (Jahrgang 1981) überraschte. Die Münchner Geigerin, von Anne-Sophie Mutter als Stipendiatin gefördert, legte vor der Pause eine grandiose Deutung von Astor Piazzollas "Vier Jahreszeiten" hin. Sehnsuchtsvoll, souverän, sinnlich - mit dem gewissen Tango-Sexappeal. Seelenverwandt: ihre Begleiter, das Württembergische Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Ruben Gazarian. Spielerisch-virtuos, mit brillanter Technik, meisterte Steinbacher nach der Pause Tartinis berühmt-berüchtigte Teufelstrillersonate.“

Und „Die Welt“ berichtete am 6. Oktober 2007: „Schön passte die delikate Tongestaltung der Musiker zu den aufregenden Klängen aus Steinbachers Stradivari. Mit lustvoll geschlenzten Glissandi eröffnete sie Astor Piazzollas "Die vier Jahreszeiten" für Violine und Streichorchester, eine bunte Folge von Aphorismen, die der argentinische Tango-Komponist wie eine bunte Perlenkette aufgereiht hatte. Der Sommer beginnt schwermütig und drückend, der Herbst grob und provozierend. Steinbacher erwies sich dabei als hoch talentierte, fantasievolle Klangpoetin. Perfektion und Sorgfalt prägen jeden Ton. Hier überlässt die 26jährige nichts dem Zufall. Dann aber, im Invierno porteño, wo Piazzolla mit seinem eigenen Motiv spielt wie mit einem Wurfball, vergaß sich auch Steinbacher und wurde vom Strom der Emotionen regelrecht davongerissen.“


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