Gefeierte Debütantin: Evgenia Rubinova mit John Axelrod am 6.11.07 in der Kölner Philharmonie

"Pianistische Hexenkünste": Evgenia Rubinova debütierte in der Kölner Philharmonie!

Tschaikowskys erstes Klavierkonzert nimmt in Evgenia Rubinovas Repertoire einen wichtigen Platz ein: Mit diesem Werk gewann sie beim Internationalen Klavierwettbewerb von Leeds 2003 die Silbermedaille. Sie spielte es u.a. auch bei ihrem Debüt mit dem London Philharmonic Orchestra vor zwei Jahren. Am 4., 5. und 6. November 2007 trat die Künstlerin erstmals in der "Kölner Philharmonie" auf, und wieder stand Tschaikowskys populäres Konzert auf dem Plan. Begleitet wurde sie diesmal vom Gürzenich-Orchester Köln unter John Axelrod.

Olaf Weiden schrieb am 5. November 2007 dazu in der „Kölner Rundschau“ unter der Überschrift „Pianistische Hexenkünste“: „Korngolds Sinfonie Fis-Dur durfte das Kölner Publikum jetzt kennen lernen, zuvor ein bewährtes Streitross der romantischen Klavierkonzerte bewundern: Evgenia Rubinova brillierte in Tschaikowskys Nr.1. Die in Russland geborene Pianistin schaffte den Sprung in die erste Liga der jungen Pianistengeneration mit einem Preisgewinn beim berühmten Klavierwettbewerb in Leeds. Seit dieser Zeit hagelt es Anfragen für die Solistin. Rubinova betört durch ihren kraftvollen Zugriff, eine glänzende Technik und professionelle Hellhörigkeit im Spiel mit dem Orchester. Ihre Finger rennen über die Tasten des Flügels und wühlen sich perfekt durch die häufig harfenden Arpeggien, die Tschaikowsky ganz im Bann der Virtuosität verschwenderisch streute. Beim begeisterten Volk bedankte sie sich mit einem Chopin-Prelude.“


Und Markus Schwering merkte am 5. November 2007 im "Kölner Stadtanzeiger" an: "Die in Frankfurt lebende Russin Evgenia Rubinova ging das Stück unbefangen-sportiv, mit großer und doch schlanker Kraft an. Bemerkenswert ihr Sinn für gegenläufige Stimmen und rhythmische Pointen!"

Gunter Duvenbeck schließlich erläuterte in der Dezember-Ausgabe des "Köln-Bonner Musikkalenders": "Die Jubiläums-Saison des Gürzenich Orchesters setzte sich großartig fort mit einem Romantik-gesättigten Programm, die den jungen amerikanischen Dirigenten John Axelrod erstmals in die Kölner Philharmonie führte. Auch die blutjunge russische Pianistin Evgenia Rubinova war erstmals auf deren Podium zu hören, und mit dem b-Moll-Konzert von Tschaikowsky hatten sie ein Werk ausgesucht, das dazu angetan schien, die Herzen der Konzertbesucher zu erobern. Dies geschah denn auch, boten Solistin und das mit leichter, aber vollkommen sicherer  Hand geführte Orchester doch eine wahre Glanzleistung, leuchteten die Farben, kamen die zum Teil gewaltigen Steigerungen wunderbar heraus. Der anspruchsvolle Solopart, der viel "Virtuosenfutter", aber auch manch Nachdenkliches enthält, fand in Rubinova eine Meisterin eleganter Phrasierung und absolut sicheren Zugriffs; ihre musikalische Meisterschaft offenbarte sie auch in einer Zugabe: Chopins letztes Prélude in d-Moll besaß neben aller drängenden Unrast auch jenen Tropfen Herzblut, woran man den Musiker von echtem Schrot und Korn erkennt."      


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