Alban Gerhardt probt am 3.11.07 Pintscher mit Pintscher

"Berückend...": Alban Gerhardt gastierte in Hamburg

Am 4. und 5. November 2007 trat Alban Gerhardt wieder in der Hamburger "Laiszhalle" auf. Auf dem Programm: Matthias Pintschers Cellokonzert "Reflections on Narcissus". Der Komponist höchstpersönlich leitete die Philharmoniker Hamburg.

Peter Krause schrieb dazu am 7. November 2007 in „Die Welt“: „Berückend wirkte namentlich das Ende von Pintschers Anverwandlung an Narcissus und sein Echo, wenn Solist Alban Gerhardt (38) sich mit seiner Kollegin im Orchester ein kammermusikalisch intimes Duett erlaubt, die Dynamik in edelste Pianissimoregionen zurückfährt, und schließlich die Harfe einen sanften Finaltupfer setzt. Weniger kann so viel mehr sein. Mit energischem, virtuosem und bezwingend unsentimentalem Ton erwies sich Alban Gerhardt bei alledem als einer der bedeutendsten Cellisten der jüngeren Generation."

Im "Hamburger Abendblatt" war am 5. November 2007 darüber zu lesen: "Deutlich mehr Profil bewies Pintschers Pultarbeit bei seinem eigenen Cello-Konzert. Hier wusste er nicht nur, was er wollte und sollte, hier teilte er es dem Orchester mit. Deutliche Gesten, klare Ansagen, beides war für die kunstvoll geschichteten Klangfelder auch unabdingbar. Mit Alban Gerhardt hatte Pintscher einen nervenstarken Solisten für sein fünfteiliges Konzert, der Virtuose genug war, um seinem heiklen Part mit voller Konzentration die verspielte Leichtigkeit zu erhalten."

Und Helmut Schmitz erläuterte am 6. November 2007 in „Klassik heute“: Im Cellokonzert, das 2005 für Truls Mørk geschrieben und mit dem Orchestre de Paris und Christoph Eschenbach uraufgeführt wurde, erwies sich der Solist Alban Gerhardt als äußerst engagierter und differenzierter Partner. Neben vielen neuen Klängen, mit hohen narzisstischen Spitzentönen des Cellos, aber auch des umfangreichen Schlagzeugapparats, verfügt das Werk über einen durchaus der Gattung Konzert gemäßen Gestus, mit u.a. einem kadenzartigen Abschnitt. (...) Das gut halbstündige Werk stellt eine wichtige Bereicherung des Cello-Konzertrepertoires dar, und es ist zu wünschen, dass sich noch viele Musiker dieses Stücks annehmen, das bei aller zeitgenössischen Tonsprache Klänge und musikalische Gesten erzeugt, die einem breiten Publikum zugänglich sein dürften.

 




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