Evgenia Rubinova am 28.11.07 in der Düsseldorfer Tonhalle

"Gleiten, schweben, leuchten": Evgenia Rubinova begeisterte in Düsseldorf

Am 28. November 2007 gab Evgenia Rubinova ihr Debüt in der Düsseldorfer "Tonhalle". Im Rahmen der prominenten "Heinersdorff-Konzerte" standen Schumanns "Kreisleriana", Skrjabins "Fantasie" op. 28 sowie Rachmaninows "6 Moments musiceaux" op. 16 auf dem Programm.

Jan Roxin schrieb am 30. November 2007 in der „Westdeutschen Zeitung“ unter der Überschrift "Gleiten, schweben, leuchten: Evgenia Rubinova begeisterte in der Tonhalle": „Wenn Evgenia Rubinova die Bühne der Tonhalle betritt, dann kommt nicht einfach irgendeine 29-jährige, preisdekorierte Pianistin aufs Podium. Vielmehr schwebt eine aparte usbekische Schönheit zum Flügel, lächelt gewinnend, streicht mit einem Tuch sanft über die Tastatur und verströmt melodisches Glück. (...) Was an diesem Abend jedoch zählt, ist die ganz eigentümliche kontrapunktische Durchdringung, die sich immer wieder in Rubinovas schöne melodische Bewegung mischt. Wenn sie will, dann spielt sie wirklich mit beiden Händen. Töne treten dann in ein Beziehungsgeflecht, Stimmen und Figurationen reiben sich diskret aneinander. So rettet die Pianistin Rachmaninovs Moments Musicaux sowohl vor sentimental-weinerlichem Weltschmerz wie auch vor kaltschnäuziger Virtuosen-Show. Traumsicher trifft sie die rhythmischen Verschiebungen etwa des b-moll-Stückes. Rastlos wirbelnde Sextolen (Nr.2, Nr. 4) nuscheln bei Frau Rubinova nicht undurchsichtig herum, sondern zeigen sich als klar konturierte musikalische Gestalten, aus denen ganz unaufdringlich Nebenstimmen erwachsen. Und wer, bitte schön, kann das superschwere, majestätisch donnernde Schlussstück so markant und leuchtend zum Klingen bringen wie sie?“

Und Regine Müller ergänzte am 30. November 2007 in der "Rheinischen Post": "Rubinova, derzeit als auch optisch attraktive Neuentdeckung des Klaviermarktes herumgerreicht, pflegt ein virtuoses Spiel, das sich am dichten satten Klang berauscht. Ihre technischen Mittel scheinen überreich." Im gleichen Artikel lobte die Rezensentin die "stilistische Delikatesse und differenzierte Farbgebung" der Künstlerin.  



 
 


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