
"...der große Triumph einer jungen Pianistin": Evgenia Rubinova debütierte in Stuttgart
Evgenia Rubinova liebt Rachmaninow! Sie hat nicht nur viele seiner Werke für Soloklavier im Repertoire, wie die 2. Sonate oder die "6 Moment Musicaux", sondern auch die Konzerte - und: die "Paganini-Rhapsodie". Mit diesem Stück debütierte die Star-Pianistin nun in der "Stuttgarter Liederhalle". Begleitet wurde sie am 27. und 29. Februar 2008 vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter Leitung von John Axelrod. Das erste Konzert wurde live auf SWR2 übertragen. Unter der Überschrift „Triumph des Feinsinns“ war am 3. März 2008 in der „Stuttgarter Zeitung“ zu lesen: „Es war der große Triumph einer jungen Pianistin. Die in Russland geborene Evgenia Rubinova setzt gerade zu einer internationalen Karriere an. Über welch weitreichende Möglichkeiten, pianistische Feinheiten und musikalisches Gespür sie verfügt, konnte man am Freitagabend im Konzert mit dem Radio-Sinfonieorchester des SWR hören. Bereits die ersten Töne in Sergei Rachmaninows Paganinirhapsodie a-Moll op. 43 lassen aufhorchen. Der Klang hat Kern, trägt mühelos übers Orchester und im weiten Saal. Aufschäumende Virtuosenpassagen und filigranes Klaviernetzwerk ergänzen sich mit kantablen Qualitäten in den ruhigen Variationen zu einem genialen Ganzen. Evgenia Rubinova lässt den Flügel farbenreich singen, sie schüttelt die Höchstschwierigkeiten locker aus dem Ärmel, spannt weite Phrasen, die in dichtem Legatoklang die Melodien vorwärtstragen. Kurzum, hier präsentiert sich ein großes Klaviertalent, das den technischen Wettstreit mit dem blendend aufgelegten RSO sucht, sich in die Klänge des Orchesters einhört, sensibel darauf reagiert und auch den ein wenig kantig agierenden Dirigenten John Axelrod mitreißt.“
Und in den „Stuttgarter Nachrichten“ schrieb Helmuth Fiedler am gleichen Tag: „Immer wieder in der Region zu hören - diesmal im Konzert des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart im Beethovensaal der Liederhalle - ist derzeit die Pianistin Evgenia Rubinova. Ganz ähnlich wie zuletzt Bernd Glemser als Solist in Sergej Rachmaninows transzendental schwer zu spielender Paganini-Rhapsodie bot die Leeds-Preisträgerin des Jahres 2003 eine zupackende, jedes virtuose Detail mit Nachdruck auskostende, ja geradezu auszilisierende Wiedergabe - wobei sie den melodischen Ohrwurm der mittleren langsamen Variationen mit noch größerer Inbrunst herausarbeitete.“
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