Alban Gerhardt

"leidenschaftlich": Alban Gerhardt eröffnete das Schumannfest in Düsseldorf

Alban Gerhardt trat zur Eröffnung des Festivals am 9. Mai 2008 in der Düsseldorfer "Tonhalle" auf. Auf dem Programm: Brahms' Doppelkonzert mit Lisa Batiashvili. Es begleitete das Chamber Orchestra of Europe unter Leitung von Frans Brüggen.

Regine Müller schrieb dazu am 13. Mai 2008 in der „Rheinischen Post“: „Wie elektrisierend und belebend die Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis auf die Musik der Romantik wirken, war am Pfingstwochenende beim Schumannfest zu erleben. Am sinnfälligsten wurde dies gleich im Auftaktkonzert, das grandios vom Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung des großen Frans Brüggen mit Brahms‘ Doppelkonzert für Violine und, Cello und Orchester und Schumanns ‚Rheinischer‘ bestritten wurde. Wer indes meint, das ‚historisch‘ mit ‚gedämpft‘ gleichzusetzen sei, musste erschrecken. Wie gemeißelt donnerte der erste Orchesterakkord mit elementarer Wucht in den Saal, brillant, doch nicht kalt. An Brüggens gewaltigen Händen schien alles zu hängen, sitzend bewegte er wenig mehr als sie, um Brahms in selten gehörter Innigkeit erblühen zu lassen. Souverän überließ Brüggen dem wunderbaren Duo den musikalischen Vortritt: Lisa Batiashvili produzierte auf der Geige himmlischste Töne wie aus gesponnenem Gold, während Alban Gerhardt am Cello leidenschaftlich vorwärtstrieb. Wie die Stimmen einander umrankten, umschlangen, sich wieder losließen, um erneut in einen scheuen Dialog zu treten, das war die reine Wonne.“

Martin-Georg Müller merkte am 12. Mai 2008 in der „Neuen Rhein Zeitung“ an: „Alban Gerhardt am Cello und Lisa Batiashvili mit der Geige - sie stürmen mit Kraft und Temperament die Gipfel der Romantik. Die geballte Emotion, die die beiden renommierten Solisten in das Doppelkonzert von Johannes Brahms investierten, übertrug sich genauso schnell auf das Publikum in der Düsseldorfer Tonhalle wie ihre sprühende Energie. Zu einem Fest der Innerlichkeit wurde die Eröffnung des Schumann-Fests aber auch durch das Chamber Orchestra of Europe. Eine Fülle feindosierten, romantischen Wohllauts verströmte dieses Orchester, das, so möchte man meinen, nur aus Konzertmeistern besteht.“




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