
„Bewegend, überzeugend, hinreißend“: Arabella Steinbacher eröffnete das Schleswig-Holstein Musik Festival!
Am 13. Juli 2008 war Arabella Steinbacher die Solistin des offiziellen Eröffnungskonzerts des diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festivals! Mit dem NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Christoph von Dohnányi spielte sie in der Lübecker "Musik- und Kongresshalle" Johannes Brahms' Violinkonzert. 3sat übertrug das Konzert live im Fernsehen. Bereits am Vortag wurde das identische Programm an gleicher Stelle geboten.Hans Juergen Fink schrieb dazu am 14. Juli 2008 unter der Überschrift „Bewegend, überzeugend, hinreißend“ im „Hamburger Abendblatt“: „Der Höhepunkt vom Sonnabend bleibt lange im Herzen: Brahms' fast zu oft gehörtes Violinkonzert, atemberaubend interpretiert und neu entdeckt von Arabella Steinbacher. Sie und Dohnányi nahmen das "non troppo" bei beiden Ecksätzen sehr ernst: Ungewöhnlich langsam, dabei immer spannungsreich bis zur letzten Note, höchstkonzentriert ausgespielt bis in die feinsten Nebenlinien, mit voller Kraft in diffizilen Doppelgriff-Passagen und hoch eingesprungenen Spitzentönen. Man bekam den Eindruck, bisher immer nur 50 Prozent des Konzertes gehört zu haben - zu viel verwischt und verweht anderswo bei überzogenen Tempi und rasantem Virtuosen-Gehabe. Steinbacher dagegen setzt nie vordergründig auf Spieltechnik, sondern nutzt sie für ihre tief empfundene Musikalität, ihr dichtes Spiel mit dem wunderbaren Ton ihrer Guarneri-Geige. Bewegend, überzeugend, hinreißend!“
Christoph Kalies berichtete am 14. Juli 2008 auf der Homepage des „Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags“: „In einem Jazzkonzert wäre das Publikum nach dieser Kadenz in tosenden Applaus ausgebrochen: Technisch makellos, mit einem berückend zarten, reinem Ton, voller Ruhe und doch voll innerer Spannung brillierte die junge Münchner Geigerin Arabella Steinbacher im schwierigen Solopart aus dem ersten Satz von Johannes Brahms' Violinkonzert in D-Dur. Faszinierend! Aber nach nunmehr 22 Jahren Schleswig-Holstein Musik Festival weiß jeder, was sich gehört. So wurde beim gestrigen Eröffnungskonzert 2008 ordnungsgemäß erst nach dem Finalsatz gejubelt. Fast könnte man's bedauern... Denn die Kadenz war symptomatisch für das Spiel Arabella Steinbachers: Sie gestaltete ihren Brahms entschieden lyrisch, mit freien, spannungsvollen Tempi im ersten Satz, geradezu himmlischer Innigkeit im zweiten und unerhörter Leichtigkeit im dritten. Bei stets reiner, warmer Tongebung gelang ihr zudem eine Vielfalt an klanglichen Nuancen. Das NDR-Sinfonieorchester unter Christoph von Dohnanyi folgte der jungen Geigerin stets auf dem Fuße; hielt sich aber meist dezent im Hintergrund und öffnete so Räume für Steinbachers fast schon überirdisches Spiel. Für den tosenden Beifall am Ende bedankte die Künstlerin sich mit dem Largo aus Bachs C-Dur-Sonate - ebenfalls ganz entschieden auf Schönklang getrimmt.“
Und Lutz Lesle merkte am 15. Juli 2008 unter der Überschrift „Alle Achtung! Diese Virtuosität, dieser Charme...“ in „Die Welt“ an: „Aller Ehren wert war die Entscheidung von Dohnányis und der Festivalleitung, die mit viel Vorschusslorbeer bedachte 26-jährige Geigerin Arabella Steinbacher nach Lübeck zu holen, um im Rampenlicht des Eröffnungskonzerts und der direkt übertragenden 3sat-Kameras dem Erwartungsdruck zu trotzen, den ein Echo-Klassikpreis samt Titel "Nachwuchskünstlerin des Jahres 2007" schüren. Im beflügelnden Aufwind des NDR Sinfonieorchesters bewegte sich die schlanke Virtuosin im kupferfarbenen, raffiniert geschnittenen Modellkleid mit ihrer betörenden Guarneri-Leihvioline von 1741 so anmutsvoll durch die pastorale Themenlandschaft des sinfonischen Brahms-Konzerts, als hätten - mit Schumann zu reden - an ihrer Wiege Grazien und Helden Wache gehalten. Kontrastscharf die Charakterwechsel, reich schattiert Brahms' unerschöpfliche Variationskunst im Kopfsatz, unendlich der melodische Atem des Adagios, keck und kess der ungarisch inspirierte Kehraus mit seinen Anspielungen auf den Burschentanz Verbunkos. Souverän nacherzählt die Solokadenz des Widmungsträgers Joseph Joachim. Konzentriert verinnerlicht das zugegebene Adagio aus Bachs erster Solosonate.“
In der „Süddeutschen Zeitung“ war am 15. Juli 2008 im Rahmen einer dpa-Meldung zu lesen: „Arabella Steinbacher, die junge Geigerin aus München, entlockte ihrer Guarneri von 1741 einen wunderbar schlanken Ton, ließ die Melodien strömen und verzichtete auf jede Starallüre. Als Zugabe wählte sie keinen Reißer, sondern Langsames von Johann Sebastian Bach, das Largo aus der C-Dur-Sonate: reiner Klang, ohne Druck und große Geste.“
Der „NDR“ berichtete am 15. Juli 2008 auf seiner Homepage: „Die Zusammenarbeit mit großartigen Dirigenten wie auch Auftritte vor großem Haus absolviert sie mit Bravour. Wegen der Live-Übertragung war Arabella Steinbacher vor dem Eröffnungskonzert zum Schleswig-Holstein Musik Festival aber ganz besonders nervös. Die Kameras beunruhigten sie weniger, sagte sie NDR Kultur, sie spiele gewöhnlich mit geschlossenen Augen - aber die Ruhemomente in ihrer Künstlergarderobe, die Meditation, zu der sie sich sonst immer zurückzieht: Wo sollten diese Rituale bleiben zwischen so vielen Interview-Terminen und einer Extrasitzung bei der Maskenbildnerin? Jegliche Bedenken waren unbegründet. Am Sonntagabend hörte das Publikum in der ausverkauften Lübecker Musik- und Kongresshalle eine junge Weltklasse-Geigerin: Arabella Steinbacher. Ernsthaft und ohne jede Theatralik im Gestus, meisterte sie das schwierige D-Dur-Violinkonzert von Johannes Brahms geradezu traumwandlerisch. Seit zehn Jahren hat die 26-Jährige das Stück im Repertoire, in Lübeck spielte sie es erstmals zusammen mit dem NDR Sinfonieorchester unter Chefdirigent Christoph von Dohnanyi. Auch diese Zusammenarbeit klappte makellos. Solistin und Dirigent hatten bereits 2007 in Chicago beim Sibeliuskonzert zusamengearbeitet, der gegenseitige Respekt war spürbar. "Man darf es nicht zu romantisch spielen", hatte Steinbacher vor dem Konzert in einem Interview auf NDR Kultur gesagt, und dieser Devise folgte sie von Beginn an. Bewegte sich das Orchester im sehnsuchtsvollen Adagio eingangs für kurze Zeit schon an der Grenze zum Süßlichen, blieb Steinbacher fest. Wunderbar kraftvoll und akzentuiert gestalteten die Solistin und das NDR Sinfonieorchester den dritten Satz. Strahlende Höhen und raue Tiefen entlockte Steinbacher ihrer dunkel timbrierten Guarneri-Geige von 1741. Entsprechend hingerissen zeigte sich das Publikum. Es feierte die junge Halbjapanerin mit Bravo-Rufen. Die erschöpft, aber glücklich wirkende Violinistin dankte mit eleganten kleinen, japanisch-fein anmutenden Verbeugungen und dem Largo aus Johann Sebastian Bachs Sonate Nr. III C-Dur als Zugabe.“
Mehr Informationen zum Künstler

-
Gabriel Schwabe musiziert mit der Thüringen Philharmonie
Am 9. und 12.2. spielt er unter Leitung von Stefanos Tsialis Schostakowitschs zweites Cellokonzert.Datum: 04.02.2012 mehr -
Albrecht Mayer gastiert in Koblenz
Am 10. und 12.2. spielt er mit der Rheinischen Philharmonie unter Daniel Raiskin Werke von Mozart.Datum: 04.02.2012 mehr -
Arabella Steinbacher gastiert in Berlin
Am 12.2. spielt sie mit den Deutschen Symphonie-Orchester unter Jonathan Nott Prokofiews zweites Violinkonzert.Datum: 04.02.2012 mehr -
Alexander Krichel gastiert in Luxemburg
Am 9.2. gibt er ein Recital, das Werke von Beethoven, Schumann und Rachmaninow enthält.Datum: 04.02.2012 mehr -
Igor Kamenz musiziert mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg
Am 7. und 8.2. spielt er unter Leitung von Fabrice Ballon Prokofiews zweites Klavierkonzert.Datum: 04.02.2012 mehr -
Arabella Steinbacher gastierte in Moskau
Am 28.1. spielte sie mit dem Russischen Nationalorchester unter Vasily Petrenko Prokofiews erstes Violinkonzert.Datum: 23.01.2012 mehr -
Alexander Joel gastierte in Hamburg
Am 29.1. dirigierte er an der Staatsoper Verdis "Don Carlos".Datum: 23.01.2012 mehr -
Albrecht Mayer gastierte in Luzern
Am 22.1. spielte er mit den Festival Strings Lucerne Werke von Haydn und Bach.Datum: 22.01.2012 mehr -
Albrecht Mayer gastierte in Regensburg
Am 24.1. spielte er mit den Münchner Symphonikern unter Ari Rasilainen Werke von Fauré, D'Indy, Ravel und Francaix.Datum: 22.01.2012 mehr -
Albrecht Mayer war zu Gast beim "Kölner Treff"
Am 27.1. zählte er zu den Gästen der beliebten TV-Talkshow mit Bettina Böttinger.Datum: 22.01.2012 mehr
