Cédric Tiberghien am 8.10.08 in Dresden

"Geradezu magisch": Cédric Tiberghien gastierte bei den Dresdner Philharmonikern

Cédric Tiberghien gehört zu den herausragenden Messiaen-Interpreten. Zu seinem Repertoire zählen nicht nur die Soloklavierwerke, sondern auch alle Werke für Klavier und Orchester des Komponisten. Am 8. Oktober 2008 war Tiberghien im "Festspielhaus Hellerau" Solist in "Des Canyons aux Étoiles". Mit ihm musizierten die Dresdner Philharmoniker unter Leitung von Stefan Asbury.

Alexander Keuk schrieb am 10. Oktober 2008 auf der Dresdner Kulturseite "www.mehrlicht.twoday.net" unter der Überschrift "Abgründe und Abrundung": "Ist es verwegen, einen unbestrittenen Höhepunkt der "Tage der zeitgenössischen Musik" einem Komponisten zuzuordnen, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gewürdigt wird? Da steht Olivier Messiaens abendfüllendes Werk "Des Canyons aux Étoiles" wie ein unverrückbares Bergmassiv zwischen all den Uraufführungen, Experimenten und Entdeckungen und strahlt eine wohlige Wärme auf das ganze Festival aus. "Von den Schluchten zu den Sternen" - Messiaen nimmt den Hörer mit auf eine zehnsätzige Reise durch seinen Musikkosmos. (...) Geradezu magisch ist das Klavierspiel von Cédric Tiberghien zu nennen. Man vermutete fast, anstelle des Steinway-Schriftzuges auf dem Flügel wäre am Ende "Messiaen" erschienen, so souverän gestaltete der junge französische Pianist die beiden Solosätze und Dialogpassagen mit dem Orchester und verwandelte das Instrument in ein "Messiaen-Klavier", aus dem die Cluster, Vogelrufe und Schlagzeugklänge auf eine ganz natürliche Weise hervortraten. Dazu verlieh er den Motiven und Gestalten Leben durch einen höchst differenzierten Anschlag zwischen dem hörbaren Nichts und einem fortissimo, das in den Boden unter den Tasten einzuschlagen schien."   


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