Alban Gerhardt spielt Henri Dutilleux am 11.1.09 in der Kölner Philharmonie

"...vehement gefeiert": Alban Gerhardt gastierte in Köln

Am 11., 12. und 13. Januar 2009 trat Alban Gerhardt erneut in der Kölner Philharmonie auf: Mit dem Gürzenich-Orchester Köln unter Leitung von Markus Stenz führte er Henri Dutilleux' "Tout un monde lointain" sowie Richard Strauss' "Don Quixote" auf.

Gerhard Bauer schrieb dazu am 13. Januar 2009 im "Kölner Stadtanzeiger": "Alban Gerhardt war in der Kölner Philharmonie der ideale Solist für Dutilleux, weil er nämlich (fast) nie den Verlockungen seines Instruments zum süßlichen, schwelgerischen und ausladenen Ton unterliegt. Er ist ein Großmeister der unsentimentalen Innigkeit, ein Musiker, der weiß, dass eine gezügelte Emotionalität und eine uneitle Virtuosität die Wirkung von Werk und Wiedergabe verdoppeln. (...) Es war eine Genuss, die beiden Streicher die Tollitäten des Ritters von der traurigen Gestalt (Violoncello) und dessen Diener Sancho Pansa (Bratsche) erörtern zu hören - und daraus auch entnehmen zu können, mit welch technischer Meisterschaft und literarischen wie menschlichen Einfühlung Strauss komponiert hat. (...) Alle wurden vehement gefeiert, in Sonderheit Alban Gerhardt."

Olaf Weiden merkte am 12. Januar 2009 in der "Kölnischen Rundschau" an: "'Toute un monde lointain' nennt der französische Komponist Henri Dutilleux sein Werk aus dem Jahr 1970, in dem der Cellist kadenzartig aus der Tiefe der Schöpfung erzählend den Himmel erobert, ganz zart begleiten Geräusche der Schlagwerker. Tief soll dieses Stück schürfen und Emotionen in zähe Klangströme verwandeln. Dichte Strukturen entstanden über thematische Rückgriffe, Spiegelungen und Echo-Effekte, alles umfing der Cellosolist, der dieses anspruchsvolle fünfsätzige Konzert auswendig darbot! Gerhardt hatte die Partie wirklich verinnerlicht, der GMD Stenz umarmte seinen Protagonisten nach gelungener gemeinsamer Fahrt." 


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