Christian Jost

"Einhelliger Jubel für alle": Christian Josts "Hamlet" wurde uraufgeführt

Am 21. Juni 2009 erlebte das Werk unter der Regie von Andreas Homoki und der musikalischen Leitung von Carl St. Clair an der Komischen Oper in Berlin seine Premiere.  

Peter Hegemann kommentierte am 24. Juni 2009 in der "Neuen Zürcher Zeitung": "Die Form allerdings, die Shakespeares blutiges Drama aus den Jahren 1600 bis 1602 in dem Libretto annimmt, das der Komponist auf der Basis von Schlegels Übersetzung selbst hergestellt hat, ist so geschickt reduziert, so treffend verdichtet und so raffiniert ins Abstrakte getrieben, dass man schon fast wieder von einem Glücksfall für die Literaturoper sprechen möchte. (...) Gleichwohl lebt Josts Sprache von einem ausgeprägt eigenen Tonfall, von Drastik der Zeichnung und packender Charakteristik, wobei die Singstimmen, trotz zum Teil heftigen Sprüngen, ebenso sprachnah wie kantabel gestaltet sind."

Jörg Königsdorf schrieb am 23. Juni 2009 in "Der Tagesspiegel": "Das gefällt bei der Premiere in der Komischen Oper allen so gut, dass nachher nicht nur die Sänger und das Inszenierungsteam, sondern auch der Komponist weit mehr Applaus ernten, als es bei Uraufführungen die Regel ist."

Peter Uehlig meinte am gleichen Tag in der "Berliner Zeitung": "Nach einer ähnlich bühnenwirksamen, dramaturgisch schlüssigen und sinnlich-sinnvoll geformten Musik wird man lange suchen."

Manuel Brug äußerte sich, ebenfalls am 22. Juni, in "Die Welt": "Carl St. Clair mischt das fabelhaft plastisch mit seinem engagierten Orchester auf, bietet beste Durchhörbarkeit für die vorzüglichen Solisten und die auch als schwarze Schatten präsenten Chorsolisten."

Volker Blech schrieb am gleichen Tag in der "Berliner Morgenpost": "Stella Doufexis weiß die Facetten des zweifelnden, verqueren Hamlets in allen Stimm(ungs)schwankungen auszusingen. Das Solistenensemble insgesamt veredelt die Uraufführung."

Kirsten Liese schließlich kommentierte zeitgleich auf "Klassikinfo.de": "Einhelliger Jubel für alle. Die Opernwelt ist um eine wertvolle Shakespeare-Vertonung reicher."

Alle weiteren Details zum Werk und zu der Besetzung gibt es unter www.komischeoper.de.


Mehr Informationen zum Künstler
Weiteres
News-Archiv