Alban Gerhardt

"Ereignisse": Alban Gerhardt gastierte beim "Kissinger Sommer"

Als Stammgast des "Kissinger Sommers" kehrte Alban Gerhardt auch in diesem Jahr zu dem Festival zurück: Am 29. Juni 2010 führte er mit dem Philharmonia Quartett Schuberts Streichquintett auf.


Mathias Wiedemann schrieb dazu am 30. Juni 2010 in der „Mainpost“: „Es ist kammermusikalischer Brauch, dass namhafte Quartette gern berühmte Cellisten bitten, mit ihnen das Schubert-Streichquintett zu spielen. Und es ist Brauch, dass der Gast, mag er noch so berühmt sein, das zweite Cello spielt, die Stimme also, die als weit weniger attraktiv gilt: Während das erste Cello nahezu pausenlos in Kantilenen schwelgt, macht das zweite den Motor auf der C-Saite. Dass diese Stimme möglicherweise die weit wichtigere ist, ist man seit Alban Gerhardts Gastspiel mit dem Philharmonia Quartett beim Kissinger Sommer geneigt zu glauben. Dabei spielt sich Gerhardt nicht unbedingt in den Vordergrund. Er bringt nur die Priese Pfeffer mit, die bis dahin fehlt. (…) Und dann kommt Alban Gerhardt, der schon mit seiner Körpersprache für mehr Spannung sorgt. Die C-Saite lässt er mal an der Grenze um Geräusch röhren, mal satt und rund ausschwingen. Und für die Galerie jagt er schon mal einen Lauf über drei Oktaven komplett die Saite hinauf. Und plötzlich finden Ereignisse statt: Der Choral im zweiten Satz ist zutiefst andächtiger Gesang, das Andante sostenuto im Trio bannende Studie über das unerbittliche Verstreichen der (Lebens-)Zeit.“




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