Arabella Steinbacher im Leipziger "Gewandhaus"

"Elegant": Arabella Steinbacher mit dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt

Nach der äußerst erfolgreich verlaufenen Asien-Tournee mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly im vergangenen Herbst geht Arabella Steinbacher erneut mit dem Leipziger Orchester auf Reise, diesmal unter Leitung von Herbert Blomstedt. Sie spielt Mozarts Violinkonzert in D-Dur (KV 218). Die Tournee startet am 30. September 2010 im "Gewandhaus". Die weiteren Stationen sind erneut Leipzig (1.10.), außerdem Verona (10.10.), Luxembourg (11.10.), Lyon (13.10.), Köln (14.10.) und Darmstadt (15.10.).

Peter Korfmacher schrieb dazu am 1. Oktober 2010 in der "Leipziger Volkszeitung": "Schlichte Musik ist dies, kristallin gesetzt, kein Gramm zu viel trägt sie auf den Hüften. Und genau so spielt sie Arabella Steinbacher auf ihrer herrlichen Stradivari. Elegant spannt sie die Bögen und makellos - beinahe eine Spur zu makellos. Doch obschon mehr Leben sein könnte zwischen diesen Noten, ist es doch schwer, sich diesem Plädoyer für die Schönheit zu entziehen. Zumal Blomstedt und das klein besetzte Orchester um Konzertmeister Sebastian Breuninger luftig und duftig begleiten. Ein kostbarer Mozart, unaufgeregt, unspektakulär, uneitel, dennoch ausführlichst beklatscht - und zum Dank gibt Steinbacher mit staunenswerter Unangefochtenheit Ysayes teuflische Obsession aus der zweiten Violinsonate zu: Paganini bittet Bach zum Totentanz, als sei dies die selbstverständlichste Sache der Welt." 

Und Christoph Zimmermann schrieb am 16. Oktober 2010 in der "Kölnischen Rundschau": "Im Duett des zweiten Aktes von Richard Straussens "Arabella" singt Mandryka seine Zukünftige mit "Meine Allerschönste" an. Diese Worte kamen einem jetzt in den Sinn, als die junge Arabella Steinbacher vor dem Leipziger Gewandhausorchester stand, um unter der Leitung von Herbert Blomstedt das vierte Violinkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart (D-Dur, KV 218) zu spielen. Arabella Steinbachers selbstverständliche Eleganz betörte ebenso wie ihre aparte Ausstrahlung. Trotz allen Charmes kommt man bei der 29-jährigen Münchnerin sehr rasch zur Geigerin Arabella Steinbacher: Zur Ausnahmegeigerin, um es unmissverständlich zu sagen. Bereits die Dreiklangsintroduktion des Mozart-Konzertes ließ erkennen, dass sie ihr Musizieren mit Ernst, Entschiedenheit und innerem Enthusiasmus anging. Die Tongebung besaß Leuchtkraft. Unter Arabella Steinbachers Händen atmete die Musik, erfuhr feurige Eleganz, wirkte sinnlich und doch emotional diszipliniert. Diese Wiedergabe würde Mozart fraglos begeistert haben."        


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