Albrecht Mayer

"...gefeiert": Albrecht Mayer gastierte in Salzburg

Erstmals trat Albrecht Mayer am 26. Mai 2011 mit dem Mozarteumorchester Salzburg auf. Unter Leitung von Alexander Shelley stand im "Mozarteum" Mozarts Oboenkonzert in C-Dur, KV 314, auf dem Programm.

Horst Reischenböck schrieb am 27. Mai 2011 in „Drehpunktkultur“: „Der Abend war auf Jugendkompositionen ausgerichtet – mit (ohne Zugaben) gerade sechzig Minuten Spieldauer ein ultrakurzes Programm. Mozarts Oboenkonzert KV 314 (285d) fand in Albrecht Mayer gestalterisch seinen absoluten Meister. Mit hörbar totalem, auch angestrengtem Einsatz bewies er einmal mehr, wie und dass sein Instrument der menschlichen Stimme am Nächsten kommt. Was übrigens im Gegenzug schon einmal der große Dirigent Hermann Scherchen gezeigt hatte: Der pfiff anlässlich einer Aufnahme nach Ausfall eines Orchestermusikers dessen Oboenstimme selbst so perfekt täuschend, dass kaum ein Unterschied zu bemerken war.

Spritzig, und schon insofern Aufhorchen machend, indem Mayer sein Timbre auch ins eröffnende Tutti einbrachte, ging’s entsprechend aufgeräumt und mit bewusst gesetzten Ritardandi weiter. Die erste Kadenz führte schon in einen Tonumfang hinein, die Giuseppe Ferlendis, der das Werk als erster spielte, seinerzeit wohl nicht zur Verfügung gestanden haben dürften. Nach subtil assistiert kantablem  Verströmen im Mittelteil wurde der virtuose Kehraus entsprechend gefeiert.


Zwei Zugaben: das Andante KV 315 (das eigentlich für Flöte bestimmt ist) und die Sinfonia aus Johann Sebastian Bachs Kantate BWV 156, von der Fachleute vermuten, sie sei ursprünglich Mittelsatz eines verloren gegangenen Oboenkonzerts gewesen."




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