Albrecht Mayer am 17.9.11 beim Mosel Musikfestival

"...beseelte und beredte Stimme": Albrecht Mayer gastierte beim Mosel Musikfestival

"Bonjour Paris" beim Mosel Musikfestival: Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit setzten Albrecht Mayer und Pianistin Evgenia Rubinova am 17. September 2011 beim Moselmusikfestival fort: Im "Barocksaal" des Klosters Machern in Bernkastel-Wehlen/Zeltingen präsentierte das Duo wieder Werke von Debussy, Ravel, Poulenc, D'Indy und Francaix.

Am 19. September 2011 schrieb Eva-Maria Reuther im „Volksfreund“: „Quakend ist sie als Entenstimme in Serge Prokofieffs "Peter und der Wolf" durch unser Kinderzimmer gewatschelt. Als wunderschöner Singvogel kommt sie mit Albrecht Mayer zurück. "Ich liebe mein Instrument", ist von Mayer überliefert. Wer ihn in Machern hörte, glaubt ihm aufs Wort. An die Mosel war er zusammen mit der Pianistin Evgenia Rubinova gekommen. Mit "Bonjour Paris" und impressionistischer Musik nahmen die beiden Künstler ihr Publikum mit ins Geburtsland des Instruments, in den französischen "haut bois". Ein charmanter Reiseführer ist der Oboenstar. Mit launigen Sprüchen munterte er sein Publikum auf, bevor es vor Ehrfurcht erstarrte.

Der Abend begann mit Vincent d'Indys Fantasie op. 31, einem auf französischen Volksliedern basierenden Stück für Oboe und Orchester. Sogleich zeigte sich, was Mayers Spiel so faszinierend macht. Mayer wandelt sein "hohes Holz" in eine beseelte und beredte Stimme voller Klangsinnlichkeit. Anrührend ist der warme vielfarbige Klang seiner Oboe, wunderbar singt sie die Melodienbögen aus. Auch ohne Pathos vermag er Wehmut und Ernst zu vermitteln, so wie in Francis Poulencs Sonate für Oboe und Klavier op. 185, die dem toten Freund Serge Prokofieff gewidmet ist. Zum Appell an das Leben wurde das Scherzo darin.

Mit Evgenia Rubinova hatte der Oboist eine ausgesprochen feinsinnige, dialogfähige Begleiterin. Die Pianistin aus Frankfurt war die eigentliche Überraschung des Abends. Als delikate Laute malende Poetin musizierte sie in Claude Debussys "Estampes". Herrlich sind ihre perlenden Läufe, der transparente Klang ihres Spiels. Mag auch das Werk noch so zu pianistischer Artistik reizen - wie hier Maurice Ravels "Alborado del gracioso": Rubinova bleibt Herrin ihrer selbst. Auch im rasantesten Spiel verfällt sie keinen Augenblick selbstverliebter Virtuosität.“






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Albrecht Mayer mit Evgenia Rubinova

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