Alban Gerhardt Portrait

Alban Gerhardt gastierte beim RSB

Gleich dreimal trat Alban Gerhardt zuletzt mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski auf. Am 8.11. spielte er im Konzerthaus Berlin Tschaikowskys Rokoko-Variationen, am 13.11. zusammen mit Isabelle Faust Brahms’ Doppelkonzert in der Kölner Philharmonie und am 19.11. ebenfalls Brahms’ Doppelkonzert mit Guy Braunstein, dem Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, in der Berliner Philharmonie. Zum Konzert in Köln schrieb G.B. im Kölner Stadt-Anzeiger am 17.11.06 u.a.: "Marek Janowski erwirkte ein flüssiges, klares und unsentimentales Musizieren, die beiden excellenten Solisten Alban Gerhardt (herb-sonor auf dem Violoncello) und Isabelle Faust betreute er mit gelassener Souveränität und freundlicher Strenge." Zur Aufführung des Doppelkonzertes von Brahms in der Berliner Philharmonie schrieb Wolfgang Fuhrmann am 21.11.06 in der Berliner Zeitung: "Wer wissen wollte, was im tieferen Sinn das Versprechen der Humanität in der Musik der klassisch-romantischen Tradition bedeutet haben könnte, der musste nur bei der Aufführung von Brahms' Doppelkonzert a-Moll op. 102 genau hinhören. Der Cellist Alban Gerhardt hat eine unternehmerische, leidenschaftlische, klanglich variable Lesart des Werks angestrebt. Der Geiger Guy Braunstein hingegen neigte zu einem wenig flexiblen und nicht gerade akzentuierten Einheitston im Einheitslegato - sehr süß und sehr schön, gewiss, aber dieser durchgängigen Süße und Schönheit konnte man auch satt werden. Das wie so oft bei Brahms pseudo-ungarisch angehauchte des Schlusssatzes spielte Gerhardt mit genauer Differenzierung zwischen verbundenen und voneinander abgesetzten Tönen; bei Braunstein, da war der Zuckergehalt doch zu hoch, verklebte diese Unterscheidung." Weitere Informationen unter www.rsb-online.de.


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