Gabriel Schwabe mit Evgenia Rubinova

"...mit einer fast beängstigenden Intensität": Gabriel Schwabe gastierte in Köln

Am 10. Januar 2012 trat Gabriel Schwabe mit Evgenia Rubinova im Rahmen der renommierten "Raderbergkonzerte" im "Kammermusiksaal" des Deutschlandfunks in Köln auf. Auf dem Programm des Recitals standen Beethovens Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll (op. 5/2), Brittens Suite für Violoncello solo Nr. 1 (op. 72), Skrjabins Fantasie für Klavier solo (op. 28), Blochs "Aus jüdischem Leben" (3 Skizzen für Violoncello und Klavier) sowie Prokofiews Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur (op. 119).

Am 12. Januar 2012 schrieb Volker Fries dazu in der "Kölnischen Rundschau" unter der Überschrift "Großartiges Duo im Deutschlandfunk": "Einen besonderen Duo-Abend bescherte der Deutschlandfunk im Kammermusiksaal. Der 23-jährige Cellist Gabriel Schwabe und die ähnlich junge Pianistin Evgenia Rubinova gestalteten ein Programm aus Kostbarkeiten, die selten aufgeführt werden.

Mag Beethovens Cellosonate g-Moll (op. 5 Nr. 2), die zu Beginn mustergültig erklang, vielleicht noch eine "alte Bekannte" gewesen sein; aber wer kennt schon Benjamin Brittens Suite Nr. 1 (op. 72) für Cello solo oder die drei Skizzen "Aus jüdischem Leben" für Cello und Klavier von Ernest Bloch? Letzte erweckte Schwabe mit einer fast beängstigenden Intensität zu facettenreichem Leben.

Sein Instrument freilich half ihm dabei ganz wesentlich: Ein 1674 in Cremona gebautes Francesco Ruggieri-Cello. Da hielt man bisweilen den Atem an. Der Klang nur dieser vier Saiten drang bis in den letzten Winkel des gut besuchten Raumes, die holzgetäfelten Wände lieferten die ideale Resonanz-Kulisse. Bei Britten entfaltete Schwabe im Alleingang den ganzen Reichtum seiner Musikalität, aber auch die ganze Palette seiner fulminanten technischen Möglichkeiten.

Bei Beethoven und am Schluss bei Prokofjews anspruchsvoller Sonate für Cello und Klavier C-Dur (op. 119) war zudem das homogene Zusammenspiel mit Rubinova ein Glücksfall. Auch sie verfügt über eindrucksvolle Klang- und Technikreserven, was sie schon solistisch mit Skrjabins Fantasie h-Moll (op. 28) unter Beweis stellte. Bei Prokofjew entschlackte die Pianistin ihren heiklen Part subtil, so dass die feine Klangbalance zwischen Cello und dem ausgewogen intonierten Steinway schier begeisterte. CD-reif!"      

Die Radio-Aufzeichnung des Konzerts wird am 31. Januar 2012, 21.05 Uhr, im Deutschlandfunk im Rahmen der Reihe "Musikforum" gesendet. Details dazu entnehmen Sie bitte Seite 2 der folgenden Programmtipps: www.dradio.de/download/154387/.


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