Arabella Steinbacher spielt Schostakowitsch

Ausgezeichneter Schostakowitsch!

Arabella Steinbacher ist Auszeichnungen für Ihre CD-Einspielungen gewohnt: Bereits ihre Aufnahme verschiedener konzertanter Werke von Darius Milhaud mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Pinchas Steinberg, die 2005 herauskam, erhielt international beste Kritiken und wurde zudem in die Bestenliste des "Preises der Deutschen Schallplattenkritik" aufgenommen.

Gleiche Ehre wird nun Arabella Steinbachers neuester Einspielung beider Schostakowitsch-Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Andris Nelsons zuteil. Auch sie erscheint auf der (kommenden) Bestenliste des "Preises der Deutschen Schallplattenkritik"!

Darüber hinaus kührte sie das "Fono Forum" zur "CD des Monats" in der aktuellen Februar-Ausgabe (02/07). Norbert Hornig, der vielleicht renommierteste deutsche Geigenkritiker, schrieb in diesem Zusammenhang unter der Überschrift "Bravour und Struktur": "Das vergangene Schostakowitsch-Gedankjahr motivierte eine ganze Reihe junger Geigerinnen und Geiger, sich mit den Violinkonzerten des Komponisten auseinanderzusetzen - Baiba Skride, Sarah Chang und Leila Josefowicz legten respektable Einspielungen des meistgespielten ersten Konzerts vor, Dimitri Kogan, Daniel Hope, Sergej Khachatryan und jetzt Arabella Steinbacher spielten auch das Schwesterwerk op. 129 ein (eine Aufnahme mit Slomo Mintz ist noch zu erwarten). Beide Werke sind für David Oistrach geschrieben und ihm gewidmet, niemand legte mehr Einspielungen davon vor. Bei Schostakowitsch müssen sich alle mit Oistrach vergleichen lassen. Arabella Steinbacher tut dies mit Bravour, mit Übersicht und Strukturverständnis, musikalischem Tiefgang und souveränem geigerischen Können. Ihr Spiel nimmt durch Emotion und Intensität gefangen, immer wieder auch durch pure Tonschönheit (Con-sordino-Passagen im 1.Satz!). Die drängenden, motorischen Sätze im ersten Konzert (Scherzo, Burlesque) wirken dezidiert, klar und in den Tempi nicht überdreht. Steinbacher spannt einen großen Bogen über das sich weiträumig ausbreitende Werk und vermittelt bezwingend die Schönheit dieser Musik, in der soviel Tragik liegt. Nicht weniger schlüssig erscheint Steinbachers Interpretation des zweiten Konzerts, das sich bislang nicht wirklich durchsetzen konnte. Hier zieht Schostakowitsch eine Art Summe seines Schaffens und zeigt sich intovertierter als im früheren Schwesterwerk, wo der Solist auch mit bloßer Virtuosität punkten kann. Einer der substantiellsten Beiträge zum Schostakowitsch-Jahr, nicht zuletzt auch wegen der überzeugenden Leistung des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Andris Nelsons."

Weitere Informationen unter www.orfeo-international.de.  

 

 

 

 




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