Alban Gerhardt spielt Schumann mit den Berliner Philharmonikern

"Finesse und Verve": Alban Gerhardt kehrte zu den Berliner Philharmonikern zurück

Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov im Jahr 1991 ebnete Alban Gerhardt den Weg zu einer einmaligen internationalen Karriere, die ihn inzwischen zu über 150 Orchestern in aller Welt geführt hat. Nach 16 Jahren kehrte er am 14., 15. und 16. April 2007 zu den Philharmonikern zurück. Erstmals arbeitete er bei dieser Gelegenheit mit Christian Thielemann zusammen und wurde für seine Wiedergabe von Schumanns Cellokonzert in der jeweils ausverkauften Berliner Philharmonie stürmisch gefeiert!

In der "Berliner Morgenpost" schrieb Klaus Geitel am 17.4. darüber: "Gleich zu Beginn hatte er [Christian Thielemann] Schumanns "Genoveva"-Ouvertüre mit inspiriertem Nachdruck aufblitzen lassen, danach stellten er und das Orchester sich in den Dienst von Alban Gerhardt, der Schumanns anforderungsreiches Cello-Konzert mit außerordentlicher Finesse und Verve spielte, mit schöner, tief atmender Versunkenheit im langsamen Satz, mit geradezu knuspriger Virtuosität im Finale. Riesenbeifall (plus Zugabe)."

Frederick Hanssen merkte am 16.4. im "Tagesspiegel" an: "Gut, dass Alban Gerhardt in Schumanns Cellokonzert einen kräftigen Kontrapunkt setzt: Er spielt seinen Solopart so licht und aufgeklärt, als wär’s ein Stück von Haydn. Kein Pathos, nicht mal ein schwärmerisches Seufzen erlaubt er sich, geht geradlinig seinen Weg durch das Werk. Das Mulmige im Hintergrund muss wohl das Orchester sein. Thielemann und Gerhardt wurden beide in Berlin geboren, gehören derselben Generation an – und doch trennen sie Welten: Der eine lebt im 21. Jahrhundert, der andere ist tief im 19. verwurzelt.“

Antje Rößler erläuterte am 16.4. in der "Märkischen Allgemeinen": "Mit jugendlichem Ungestüm trat der 37-jährige Alban Gerhardt zu Schumanns Cellokonzert an. Mit dem Dirigenten war er sich einig in einem heiteren Zugang zu diesem Werk, das häufig sentimental und schleppend dargeboten wird. Am überzeugendsten gelangen dem Musiker, der bereits als 22-Jähriger mit den Berliner Philharmonikern debütierte, die kapriziösen und virtuosen Passagen des letzten Satzes."


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