
"...berührende Noblesse...": Arabella Steinbacher debütierte bei den Münchner Philharmonikern
Nach ihrer äußerst erfolgreich verlaufenen Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks - die gemeinsame Einspielung der beiden Schostakowitsch-Konzerte erhielt beste Kritiken und erschien u.a. auf der "Vierteljahresliste des Deutschen Schallplattenpreises" - debütierte Arabella Steinbacher nun beim anderen Spitzenorchester der Stadt, den Münchner Philharmonikern! Am 13., 14. und 15. Mai 2007 führte sie in der "Philharmonie am Gasteig" unter Leitung von Markus Stenz Bruchs Violinkonzert auf. Bravo-Rufe des Publikums und einhelliges Kritikerlob begleiteten das Heimspiel der Künstlerin. Am 16.5. schrieb Wolfgang Schreiber in der "Süddeutschen Zeitung" darüber: "Wie der Prolog zum Klangmonument Bernd Alois Zimmermanns wirkte zu Beginn Webers "Freischütz"-Ouvertüre in makelloser symphonischer Geschlossenheit, und als I-Tüpfelchen darauf geigte die junge Arabella Steinbacher das g-Moll-Violinkonzert von Max Bruch, einen "Reißer" des Geigenrepertoires. Durch Klarheit des Tons und Strenge der Gestaltung veredelte die bezaubernde Solistin die eingängig-gefühlvolle bis sentimentale, durch allzu schonungslosen Gebrauch freilich auch abgenutzte Melodienseligkeit. Den Beifall beantwortete sie angemessen, in reinem Ton, mit dem Largo aus Bachs Solosonate in C-Dur."
In der "Abendzeitung" merkte Christa Sigg am 15.5. an: "Mit filigran-klarem Geigenton verhinderte Arabella Steinbacher schließlich, dass das Romantik-Fass überlief. Selten hörte man Max Bruchs gerne zum Schmachtfetzen verkommendes g-Moll-Konzert so geschmackvoll und selbst in der Hitze des Allegro energico mit einer dem Werk nur zuträglichen Prise Reserviertheit."
Thomas Willman schließlich schrieb am 15.5. in der "tz": "Wohl waren die meisten nicht wegen der Uraufführung von Georg Friedrich Haas' Auftragswerk "Bruchstück" gekommen, sondern wegen des Stücks von Bruch. Aber der Riesenapplaus für dessen Violinkonzert war nicht dem Prinzip, sondern einer fabelhaften Aufführung geschuldet: Der hervorragende Markus Stenz am Pult gab (wie schon bei der "Freischütz"-Ouvertüre) den Noten Zeit, über den ersten Duft auch Körper, Seele zu entfalten; Solistin Arabella Steinbacher zog klare, wohlüberlegte Linien mit einer angenehmen Kühle, die dem Werk allen Schmalz nahm und berührende Noblesse verlieh."
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