
"Glutvolles Temperament": Evgenia Rubinova sprang beim Klavier-Festival Ruhr ein!
Als "Einspringerin" hat sich Evgenia Rubinova in den vergangenen Monaten einen Namen gemacht. So ersetzte sie zuletzt beispielsweise äußerst kurzfristig Yundi Li im Konzerthaus Dortmund oder Gabriela Montero in Bonn. Am 31. Mai 2007 trat sie nun anstelle von Christopher Tainton im Rahmen des "Klavier-Festivals Ruhr" auf! Es war gleichzeitig ihr Debüt bei der weltweit größten Klavierveranstaltung. Auf dem Programm im Moerser "Martinstift": Brahms' 7 "Fantasien" (op. 116), Liszts "Ungarische Rhapsodie" Nr. 2 in cis-Moll und Rachmaninows 6 "Moment Musicaux" (op. 16). Unter der Überschrift "Ein wahrer Hörgenuss" schrieb Renate Scheler am 2. Juni 2007 in der "Westfälischen Allgemeinen Zeitung": "In Leeds beim internationalen Klavierwettbewerb wurde sie mit der Silbermedaille ausgezeichnet. In Moers beim Klavierfestival Ruhr sprang sie für den plötzlich erkrankten Klavierjoungster Christopher Tainton ein: Evgenia Rubinova. Mit packender Einfachheit setzte sich die russische Pianistin, ganz selbstverständlich an den Flügel im Martinstift. Zarte Hände mit Fingern, so beweglich, als wäre jeder mindestens mit sechs Gliedern bestückt, bearbeiteten die Tasten irrwischgleich. Der Anfang war Johannes Brahms und seinen "Sieben Fantasien für Klavier" op. 116 gewidmet. Rubinovas leichte, mitunter aber auch kräftig zupackende Märchenhand glitt über/durch Akkorde, Melodien und Harmonien. Sie "spielte" mit den Klangmöglichkeiten des Instruments, als wäre nur hier alle musikalische Sprache vorhanden, um das absolute Poem zu bauen. Es entstanden Klänge, die ungemein ehrlich und klar in die musikalische Struktur des Johannes Brahms vordrangen und so eine lebende Verbindung zum Zeitgeist des 19. Jahrhunderts darstellten. Ähnliches gelang Evgenia Rubinova in Franz Liszts "Ungarischer Rhapsodie" Nr. 2 in cis-Moll ebenso wie in Sergej Rachmaninows "Sechs Moments musicaux" op. 16. Die schwierigen musikalischen und technischen Prozesse wurden, dank der vitalen künstlerischen Intelligenz der jungen Russin, zu einem wahren Hörgenuss im ausverkauften Kammermusiksaal. Man kam sich mitunter dabei vor, wie ein Flaneur, der durch die öffentlichen Straßen altbekannter, abendländischer Musik spazierte. Das alles hat natürlich eine Biografie. So gibt die in Frankfurt lebende Künstlerin als Lehrer Lev Natochenny an. Gleichwohl ist das unerheblich. Musiker legitimieren sich in aller Regel nicht durch eine öffentlich anerkannte Ausbildung, nicht durch Scheine oder Diplome, nicht durchs Abitur und nicht durch diverse Preise. Für sie gilt ihr tägliches Tun, ihre Präsentation vor einem Publikum. Evgenia Rubinova überzeugte absolut im Martinstift. Am Ende: Lang anhaltender Applaus."
Und Christoph Schulte im Walde schrieb am 2. Juni 2007 unter der Überschrift "Glutvolles Temperament am Klavier" in "onruhr": "Ihr galten am Donnerstag im Martinstift Moers alle Sympathien des Publikums: Evgenia Rubinova „rettete“ an diesem Abend das Klavierfestival Ruhr.
Weitere Informationen finden Sie unter www.klavierfestival.de.
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