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"Leidenschaft für Beethoven": Evgenia Rubinova gastierte bei den Weilburger Schlosskonzerten

Bereits bei ihrem Debüt in der "Alten Oper Frankfurt" vor wenigen Wochen spielte Evgenia Rubinova, begleitet vom Frankfurter Museumsorchester, Beethovens drittes Klavierkonzert (wir berichteten). Damals stand James Gaffigan am Pult des Orchesters. Bei den "Weilburger Schlosskonzerten" dirigierte am 16. Juni 2007 in der "Schlosskirche" der Chef selbst: Paolo Carignani.

In der "Frankfurter Neuen Presse" war am 18.6.2007 unter der Überschrift  "Leidenschaft für die Musik Beethovens" darüber zu lesen: "Solistin des Klavierkonzertes war die junge Russin Evgenia Rubinova, offenbar und zu Recht ein neuer Liebling der Frankfurter. Sie bestach sowohl durch ein markantes, nicht allein ans „Schöne“ appellierendes Spiel ebenso wie durch ihre rhythmische Stabilität. Und das, ohne etwas vom Beethoven’schen Furor zu opfern. Ein Gemeinsames mit Carignani und dem Orchester war dabei ihre „Leidenschaft“ für Beethoven, nämlich die Lust und der Ernst, sich ihm zu nähern, also die Spannungen dieser Musik nicht nur aufzubauen, sondern auch zu genießen. Nicht zuletzt solche Erfahrung dürfte die Begeisterung der Zuhörer ausgelöst haben."

"klassik.com" berichtete am 17.6.2007 wie folgt: "
Paolo Carignani und das Museumsorchester, in verkleinerter Besetzung, ließen schon mit der Ouvertüre ‚Die Geschöpfe des Prometheus’ aufhorchen. Der feurige Auftakt und die etwas hallige Akustik gaben dem ausverkauften Konzert ein zeitloses Flair, das noch mit dem Auftritt von Evgenia Rubinova und Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll intensiviert werden konnte. Das Spiel der Künstlerin besitzt eine enorme Reife und Tiefe, womit sie auch das Orchester zu motivieren schien, und so ergab sich ein außergewöhnlich harmonisches Zusammenspiel, das den Zuschauer in Bann hielt. Die nuancenreiche Virtuosität und die tief empfundene Emotionalität der jungen Frau, die auch die weit gespannten Bögen des Largos im zweiten Satz ohne falsche Sentimentalität sehr eindringlich interpretierten konnte, zeigten eine sehr persönliche Sprache. Nicht allzu oft wird das Werk mit so viel Zartheit, so viel Klangschönheit, so viel Gefühlsschattierungen gespielt, wie von Evgenia Rubinova an diesem Abend. Paola Carignani und seine Musiker atmeten mit der Künstlerin, es konnte sich ein wunderbarer musikalischer Dialog entwickeln, den man so vorab selten einstudieren kann, der eben nur durch ein totales aufeinander Eingehen zu bewirken ist. Großer Applaus nach diesem Auftritt und nach einer Zugabe. Mit Chopins Prelude c-Moll, das stimmungsmäßig sehr gut zum Klavierkonzert passte, zeigte Evgenia Rubinova wiederum ihr außergewöhnliches Gestaltungstalent. Selbst die kleinen Puttenengel über dem Altar schienen zu applaudieren, und auch die großen Skulpturen von Moses und Petrus, die den Altar dominieren, blicken weniger streng auf das Konzertpublikum hinunter."  

 


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